Das Keszthelyer Festetics Schloss, das heute als Museum und Veranstaltungszentrum funktioniert, ist das drittgrößte und eines der meist besuchten Schlösser in Ungarn.

Das Gebäude begann Christoph Festetics 1745 zu bauen. Das einstöckige, barocke Schloss wurde in den 18. und 19. Jh. mehrmals um- und angebaut. Ein großer Umbau fand 1769-1770 unter Paul (III) Festetics statt. Die Bauarbeiten haben die Flügel verlängert. Einen weiteren Umbau veranlasste 1792 György (I.) Festetics. Er hat den südlichen, Bibliothekflügel anbauen lassen.

Den letzten Umbau erlebte das Schloss unter Tassilo (II.) zwischen 1883 und 1887. Dem Umbau fiel der Nordflügel zum Opfer. Unter Vergrößerung des Wohnhofes wurde ein neuer Flügel gebaut und mit dem Turmmittelteil an das alte Gebäude angeschlossen. Das ganze Schloss erhielt ein Mansardendach, und wurde mit einem Wassernetz und Zentralheizung ausgestattet. Mit dem Umbau der Fassaden, Räume und Treppenhäuser erhielt das Gebäude seine heutige Form.

Der Park des Festetics-Schlosses ist Naturschutzgebiet. Hier befinden sich mehrhundertjährige Bäume, bunte Blumenbeete, Springbrunnen, Statuen – darunter die bronzene Statue von Georg I. – ein Gartenteich und der Löwenbrunnen. Im Park sind das Palmenhaus, das ehemalige Marstall mit der Kutschenausstellung. Dem hinteren Ausgang des Parks gegenüber ist in einem neuen Gebäude die Jagd- und historische Modelleisenbahn Ausstellung.